Mit Erscheinen der Version 14 hat die Mediencenter-Software XBMC ihren Namen in Kodi geändert. Zu den Neuerungen gehören die Unterstützung der Video-Codes h.265 (HEVC) und VP9. Das neue OpenELEC 5 enthält Kodi 14 bereits.

XBMC ist Vergangenheit: Wie im Sommer angekündigt, haben die XBMC-Entwickler ihre Mediencenter-Software mit Erscheinen der Version 14 in Kodi Entertainment Center umbenannt. Zu den Neuerungen in Helix, so der Codename der neuen Version, gehört das Update von FFmpeg auf die Version 2.4.4. Damit kann Kodi 14 Videos in den Formaten h.265 (HEVC) und VP9 abspielen. Die beiden modernen Codecs versprechen bei vergleichbarer Qualität deutlich kleinere Dateigrößen als ältere Videoformate. Das Dekodieren von h.265 passiert allerdings vollständig in Software, sodass schwächere Rechner wie der RaspBerry Pi damit überfordert sein könnten.

Der DLNA/UPnP- und der Airplay-Support wurden in Kodi 14 verbessert, das Einlesen der Medienbibliothek beim Start beschleunigt – das soll sich vor allem auf Android- und iOS-Geräten bemerkbar machen. Die Nutzung von Hardware-Beschleunigung in der Android-Version wurde verbessert. Die Linux-Version soll Intel-Hardware wie NUC und Chromeboxen besser ausreizen. Das Update-Verhalten von Add-ons lässt sich jetzt konfigurieren, die Bildschirmtastatur beherrscht nun auch andere Layouts aus Qwerty.

Kodi 14 (Helix) steht in Versionen für Android, Linux, Mac OS X, iOS und Windows zum Download zur Verfügung. Wer ein Kodi-Mediencenter auf einem RasPi oder einem x86-Rechner aufsetzen möchte, kann einfach zu OpenELEC greifen, dessen neue Version 5 bereit Kodi 14 enthält. Vor dem Update einer älteren XBMC-Installation empfehlen die Entwickler ein Backup der Medienbibliothek und der Einstellungen, da der Weg zurück nicht vorgesehen ist.

XBMC war 2002 als Xbox Media Player für die Original-Xbox gestartet. Nachdem das Projekt zum Xbox Media Center erweitert und auf andere Plattformen portiert worden war, erfolgte 2008 die Umbenennung in XBMC. Mit dem neuen Namen Kodi möchte die XBMC Foundation nicht nur alle Reminiszenzen an die Xbox loswerden, sondern auch betonen, dass die Software längst über ein bloßes Media Center hinausgewachsen ist: Kodi gibt nicht nur Musik, Videos und Fotos wieder, sondern streamt Musik und Videos über Add-ons aus vielfältigen Quellen, lädt Spiele, Newsfeeds, das aktuelle Wetter und vieles mehr.

Zudem möchte die XBMC Foundation die volle Kontrolle über den Namen haben, was mit dem Namensanspielung auf die Xbox in XBMC nicht möglich war. So ließ sich beispielsweise nichts dagegen unternehmen, wenn Hersteller Geräte mit kaputten XBMC-Versionen verkauften und so dem Namen XBMC schadeten. Nach Beratungen mit dem Software Freedom Law Center habe man sich daher für einen neuen Namen entschieden. (odi)

Quelle: heise online

 

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