Man schlägt eine Zeitung auf, schaltet den Fernseher ein, sieht in ein soziales Netzwerk oder spricht einfach mit seinen Bekannten. Heutzutage, gerade auch wieder nach dem jüngsten Mord an einem Dutzend Menschen in Berlin, bei dem rund 50 weitere verletzt wurden, scheint das Thema Hass in der einen oder anderen Form immer wieder aufzutauchen. Man dürfe die Gesellschaft nicht spalten, man solle den Hass der Bevölkerung nicht schüren, man dürfe keine voreiligen Schlüsse ziehen, alles seien Einzelfälle und so weiter und so fort. Stattdessen ruft man dann meist zum Gedenken an die Angehörigen auf und dass man nicht generalisieren darf. Wir sollten lieber Verständnis und Toleranz aufbringen und im Endeffekt die Liebe über den Hass siegen lassen. Mal ehrlich: Gegen welche Wand muss man gelaufen sein, damit man solch einen Blödsinn voll Überzeugung erzählen und sich dann auch noch für moralisch gut halten kann?

Oh! Kam das nun etwas hasserfüllt rüber? Gut, das sollte es nämlich. Auch wenn ich normalerweise dafür bin, Beiträge sachlich zu verfassen und sich eher des Spottes denn des Schimpfens zu bedienen, soll es an dieser Stelle mal eine Ausnahme geben. Denn bin ich völlig anderer Meinung, was den Hass und dessen Funktion und Wirksamkeit angeht, als es derzeit der Konsens in unserer Gesellschaft, zumindest was die größeren Veröffentlichungen angeht, der Fall zu sein scheint. Und wie könnte ich besser dafür argumentieren, als wenn ich schlicht meine Gründe dafür aufführe und meinem eigenen Hass gegen dieses dämliche Gelaber von Frieden und Liebe Ausdruck verleihe?

Liebe ist stärker als Hass. Hass ist eine destruktive Kraft. Durch Hass kann nichts gutes entstehen. Hass ist, zusammenfassend gesagt, etwas schlechtes. Stimmt das? Nun, zunächst einmal ist Hass ein Gemütszustand wie viele andere. Etwa wie die Liebe, die eine langanhaltende Zuneigung ausdrückt, während der Hass im Gegenteil eine langanhaltende Abneigung darstellt. Kann mir bitte mal einer sagen, was daran so schlimm ist und warum wir nichts hassen und stattdessen lieber lieben sollen? Klar, es ist durchaus wünschenswert geliebt zu werden und bestimmt jeder liebt gewisse andere Menschen oder was auch immer. Aber genauso gibt es Dinge, die wir eben nicht leiden können. Nun mag ja der ein oder andere behaupten, er sei so friedlich, dass er zu Hass nicht fähig sei. Hm. Entweder ist dieser jemand dann emotional eingeschränkt, da ihm nicht die normale Spanne menschlicher Gemütszustände zur Verfügung steht, oder er ist ein Heuchler.

Ich denke die Menschen mit der emotionalen Störung können wir außer Acht lassen. Zum einen werden dies die wenigsten sein, zum anderen ist es nicht mein Ziel auf Leute mit einer Behinderung, für die sie nichts können, an dieser Stelle rumzuhacken. Aber Heuchler, nun, für die kann man durchaus seinem Hass Ausdruck verleihen. Denn gerade auch die Gutmenschen, die immer wieder gegen jene wettern, die sie als hasserfüllt bezeichnen, haben doch eigentlich auch nur Hass für ihre Gegner übrig. Da könnte man ja schon fast wieder von „Gruppenbezogener Menschenenfeindlichkeit“ sprechen, wenn dies nicht ein Kampfbegriff der politischen Linken wäre. Was ist es anderes als Heuchelei, wenn man mit zweierlei Maß misst, weil man zum einen den „Wutbürgern,“ den Islamkritikern, der AfD und ihren Wählern sowie eigentlich jedem, selbst der Linken Sahra Wagenkneckt, wegen ihrer Position zur Einwanderungspolitik, der eine andere Meinung zum Ausdruck bringt, mit unverfrorenem Hass begegnet und behauptet, genau diese Menschen seien die Bösen, weil sie diejenigen seien, die aufgrund von Hass agieren?

Man hat manchmal den Eindruck, das Schubladendenken der Menschen sei inzwischenso starr geworden, dass sie gar nicht mehr in der Lage sind, konkurrierende Positionen als das wahrzunehmen, was sie sind. Immer muss sofort ein Etikett auf alles draufgeklebt werden und stets wird um einige Ecken herum alles so miteinander verknüpft, dass das Ergebnis ins eigene Weltbild passt. Denn Hass führt ja immer zu Gewalt, oder? Wenn nach einem Mordanschlag gegen Unschuldige durch einen Mohammedaner der Hass einiger Leute auf den Mohammedanismus, die Einwanderungspolitik „unserer“ Kanzlerin oder sonst was enfacht wird, dann entsteht gewiss ein „Rechter Mob.“ Klar. Sehen Sie sich doch mal die Einzelfallkarte an und fragen Sie sich dann, wie viele dieser Einzelfälle schon einen solchen Mob hervorgebracht haben.

Hass ist eine ganz normale menschliche Emotion. Die Frage ist hierbei, wie auch bei allen anderen Gemütszuständen, die der Mensch so hat, was man damit anstellt. Wenn ich meine Arbeit hasse, kann ich selbstverständlich den ganzen Laden mitsamt aller Kollegen und Vorgesetzten in die Luft sprengen. Ich kann aber auch einfach kündigen. Für beides war der Auslöser Hass und eines davon war gar nicht gewalttätig. Wie geht denn sowas? Nun, das ganze wird recht leicht verständlich, indem man einfach mal von seinem hoheitlichen hohen Ross herabsteigt und aufhört, die Menschen wie nur von Emotionen gesteuerte Tiere zu betrachten. Wer tatsächlich glaubt, der Einzelne werde deswegen „böse“ Taten vollbringen, weil er etwas hasst oder er werde deswegen irgendwie von selbst zu einem schlechten Menschen, der kann nicht sehr viel Glaube an die Selbstständigkeit und die Fähigkeit zur Vernunft in uns haben. Das sagt uns viel über das Menschenbild der Hassgegner.

Nun denn, fragen wir uns doch mal, ob der Hass nun wirklich etwas rein destruktives ist. Dass die Antwort darauf Nein lautet und dass dies wieder so eine Aussage von grasrauchenden „Frieden und Liebe“-Hippies ist, sollte inzwischen klar sein. Alleine dass der Hass auf solch unglaublich intelligente Aussagen mich zum Schreiben dieses Beitrages, also nicht zu einer destruktiven sondern zu einer produktiven Tätigkeit, verleitet hat, sollte Gegenbeweis genug sein. Wenn Sie sich einmal unsere älteren Videos oder Artikel ansehen, werden Sie auch darunter viele finden, die aus diesem Antrieb heraus entstanden sind. Und ja, auch jene, die sehr sachlich geschrieben wurden. Im Endeffekt ist das gesamte Sapere Aude Projekt zu einem gewissen Teil, jedoch nicht ausschließlich, auf Hass zurückzuführen. Wie geht denn sowas? Nun, man muss seinen Hass ja nicht in Gewalt entladen. Man kann ihn auch als einen Ansporn nutzen, gegen etwas vorzugehen, gegen das man eine Abneigung hat. Bei mir hat sich dies leider viel zu lange in recht sinnfreiem Geschimpfe über die Politik ausgedrückt, doch nun nutze ich ihn um wenigstens einen kleinen Beitrag gegen das, was diesen Unmut in mir auslöst, zu leisten. Klar, ich könnte auch versuchen, die Merkel oder den Gabriel umzubringen oder irgendein Ministerium niederzubrennen. Aber warum sollte ich das tun? Mein Unmut, mein Hass, bestimmen doch nicht meine Handlungen. Sie sind, ebenso wie meine Liebe zu meiner Heimat oder mein Interesse an Geschichte und Politik, lediglich ein Ansporn etwas zu tun. WAS ich damit anstelle, ist und bleibt meine Entscheidung und das kann durchaus produktiv sein und auch zu Dingen führen, die man als „gut“ bezeichnen könnte.

Warum also diese Angst vor dem Hass der Menschen? Ganz einfach: Weil zumindest die etwas klügeren unter jenen, die immer wieder gegen den Hass wettern, wissen, dass die destruktiven Kräfte ebenso von ihm gespeist werden können und dies auf lange Sicht unabdingbar ist. Man kann ein Volk unterdrücken und auspressen solange man will. Vorausgesetzt man stellt es klug an und lässt den Zorn und den Hass der Massen nicht immer weiter anschwillen, bis er sich letztlich entlädt. Geschichtsversierte und Lateinkenner können sicherlich mit dem Begriff des Furor Teutonicus etwas anfangen. Es ist nämlich derzeitig so, dass man zwar dem Einzelnen die Möglichkeit lässt, seinem Unmut Ausdruck zu verleihen, etwa indem er einen Blog oder Kanal betreibt, der Masse diese allerdings nimmt. Hasskommentare zum Beispiel sind eine solche Möglichkeit für die Masse, aus der ja nun nicht jedes Individuum sinnvoll anfangen kann, Laienjournalismus zu betreiben. Doch Hasskommentare sind ja böse und gehören deswegen verboten und bekämpft. Demonstrationen sind eine andere Möglichkeit, doch werden diese einerseits medial diffamiert, indem sie beispielsweise als „rechtsextrem“ tituliert werden und sind andererseits völlig fruchtlos, da es die Politik so oder so nicht zu interessieren scheint, wie viele Leute nun auf der Straße ihrem Unmut Ausdruck verleihen wollen. Was bleibt denn dann der ganzen Menge von Menschen noch übrig? Wenn alle Aufforderungen zu rationalen Lösungen eines Problems unbeachtet bleiben, wie wir es gerade auch im Bezug auf die Masseneinwanderung und den Umgang mit dem Mohammedanismus erleben, dann entladen sich Hass und Zorn irgendwann in einer anderen Form und versuchen eventuell auch irrationale Lösungen zu finden. Denn gegen wen sich dieser am Ende richten wird, hängt zu aller erst davon ab, wer für die Masse überhaupt erreichbar ist.

Und will man das? Will man wirklich, wenn man weiß, dass sich der Hass der Bevölkerung sonst in Gewalt entlädt, Hasskommentare verbieten, mit denen Menschen ihrem Unmut Luft machen können? Will man wirklich die Stimmen aus dem Volke ignorieren, die gegen die Politik aufbegehren? Scheinbar ja. Denn Hass kann man nicht verbieten. Ihm jedoch jegliche Ausdrucksform zu nehmen führt dazu, dass er sich ein anderes Ventil sucht und das führt früher oder später zum Furor Teutonicus.

Was also, liebe Gutmenschen, liebe Linke, liebe Politiker und wer auch sonst immer auf der unendlich geistreichen „Hass ist voll böd“-Schiene mitfährt, könnten Sie tun? Hm… wenn man den Hass nicht verbieten kann und gerade das, was die Politik mit ihrem Einzelfallgerede, der dürftigen Bestrafung und der fortlaufenden Einwanderungspolitik betreibt, dafür sorgt, dass der Unmut immer weiter wächst, dann sollte man, wenn wenigstens noch ein Funke von Verstand bei diesen Gruppen vorhanden ist, vielleicht mal über eine Alternative nachdenken. Ach ne, Alternativlos, hatte ich ja ganz vergessen. Aber wenn es das nicht wäre, so gäbe es eine einfache Möglichkeit: man kann den Grund für den wachsenden Hass entziehen. Also nicht das Resultat, das Sympton, sondern die Ursache, die Krankheit selbst bekämpfen. Klingt vernünftig, oder?

Wie stellen wir das an? Also, das tut mir jetzt zwar echt leid, aber im Endeffekt müsste man dafür die Politik ändern. Kriminelle Einwanderer müssten sofort ausgewiesen, Straftaten stets verfolgt und mit voller Härte bestraft, die Grenzen wieder kontrolliert und die illegale Einwanderung gestoppt werden. Aber dann wären wir ja leider keine Willkommenskultur mehr. Tja, dann lassen wir doch lieber immer mehr Deutsche dem sogenannten „Rechten Rand“ anheim fallen und sich radikalisieren, oder?

Zuletzt will ich mich nun noch an die Friedensbewegung und sonstige Systemkritiker wenden, die immer wieder von Liebe und Frieden labern. Ja, wir sollten doch alle auf derselben Seite und gut Freund miteinander sein. Dann bitte sollten auch Sie endlich anfangen, die Ressourcen zu nutzen, die Ihnen zur Verfügung stehen. Ja, Liebe ist ein starker Antrieb, das will ich keinesfalls abstreiten. Die Liebe zur Heimat, zur Familie, zu was auch immer, kann den Einzelnen wie die Masse dazu verleiten, Großes auf den Weg zu bringen. Doch wenn diese Liebe vom Hass auf eine Ideologie oder eine Politik überschattet wird, dann wäre letzterer ein viel stärkerer Anreiz zu produktiver Handlung. Und wer sagt denn, dass beides nicht Hand in Hand gehen kann? Man kann durchaus viele Doktrinen des Mohammedanismus, wie dessen Betrachtung der Kafir (der „Ungläubigen,“ also uns), dessen Umgang mit der Frau und die ständigen Forderungen seiner Vertreter hassen und gleichzeitig sein eigenes Land mit seinen Werten lieben. Beides zusammen führt dann dazu, dass man sich umso energischer gegen eine Mohammedanisierung unseres Landes durch Masseneinwanderung und Moscheebau einsetzt. Was ist daran verkehrt?

Wer es wirklich ernst meint mit seinen Bestrebungen zu Frieden für Deutschland, sei es aus Patriotismus oder irgendeinem anderen Grunde, der sollte nicht aus ideologisch-moralistischer Verblendung heraus Ressourcen, wie den Zorn oder Hass der Menschen gegen das, was unserem Volke schadet, verschwenden und immer wieder zu Frieden und Liebe aufrufen. Wer nicht willens ist, sich bereits auf der niedirgsten, nämlich der emotionalen Ebene, der ganzen Breite an Beweggründen zu bedienen und jene ausschließt, die nicht dieselben Grundhaltungen wie man selbst an den Tag legen, der muss zwangsläufig scheitern.

Nun denn, werte Leser. Wozu will ich Sie auffordern? Dazu zu hassen und sich Ihres Zornes zu bedienen. Will ich, dass Sie Hasskommentare schreiben? Nein, die sind völlig unproduktiv und könnten Ihnen Probleme bereiten. Will ich, dass sie die Heime der illegalen Einwanderer anzünden? Nein, das führt ebenso zu nichts und gießt Wasser auf die Mühlen der Gutmenschen. Will ich, dass sie Demonstrieren gehen? Nun, bisher brachte es wenig, jedoch schaden kann es nicht, wenn immer mehr Leute auf die Straße gehen. Aber lokale Proteste, gerade wenn ein neues Heim eingeweiht oder eine Moschee gebaut werden sollen, sind sicherlich angebracht. Doch insgesamt möchte ich Sie am ehesten dazu auffordern, Ihren Zorn, Ihren Hass nicht zu unterdrücken, sondern auf das zu lenken, was ihn tatsächlich verdient. Ihren mohammedanischen Nachbarn zu hassen hilft Ihnen kein wenig. Die Ideologie des Mohammedanismus zu hassen dagegen schon. Was kann man da tun? Nun, sich bilden und anderen Leuten klarmachen, wie feindlich sie unserer Lebensweise gegenüber tatsächlich ist. Nutzen Sie den Antrieb, die Energie, die Sie daraus gewinnen können. Ob sich Ihr Hass nun gegen die Religion, die Einwanderung, die Politik oder die Justitz richtet, ist eigentlich egal. Wichtig ist, dass Sie für sich eine produktive Möglichkeit finden, damit umzugehen.

Also, damit es zuletzt noch einmal ganz deutlich klar wird: Ja, Liebe ist toll, aber wir können uns nun einmal nicht einfach alle lieb haben. Hass ist eine ganz normale menschliche Emotion, die in die richtigen Bahnen gelenkt und als Ansporn zu produktiver Tätigkeit einen selbst und die Gesellschaft insgesamt voranbringen kann. Wenn jemand dazu aufruft, den Hass zu unterdrücken oder Menschen verurteilt, nur weil sie auf eine bestimmte Art und Weise Unmut gegen eine bestimmte Sache empfinden, dann will er im Endeffekt, dass wir unser Gemüt dämpfen und ihm nicht freien Lauf lassen. Hass und Zorn haben nichts damit zu tun, dass man ausrasten und alles um sich herum kleinschlagen muss. Wenn man sie sich selbst und letztlich auch nach Außen hin, erklären kann, dann können sie eine gute Motivation darstellen, kritische Fragen zu stellen, Schwachpunkte in der Position des Gegners zu finden oder sich selbst weiterzubilden.

Quelle: sapereaudeblog.de

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