Im Jahre 2004 entdeckten Astrophysiker auf einer Karte der kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung einen rätselhaf- ten, riesigen großen kalten Fleck im Universum, der sich über einen Durchmesser von 1,8 Milliarden Lichtjahren erstreckt und bis heute noch nicht erklärt werden kann.

 

 

Der Entdecker Dr. Istvan Szapudi und sein Team von der »University of Hawaii« in Manoa bezeichneten diese geheimnis- volle Region des Weltraums als »die größte Einzelstruktur, welche die Menschheit je identifiziert hat«. Dieser kalte Fleck befindet sich rund 3 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt und hat kaum Masse vorzuweisen, was im Vergleich zu anderen Regionen des Universums sehr ungewöhnlich ist, da eine gewisse Anzahl von Galaxien eigentlich zu erwarten wäre und dort theoretisch Platz für 10.000 Galaxien leer steht.

Diese Leere könnte das bisherige Standardmodell der Kosmologie (Urknall-Theorie) auf den Kopf stellen, falls es sich als ein Überbleibsel des Urknalls herausstellen sollte. Denn dann müssten im frühen Universum uns unbekannte physikalische Vorgänge geherrscht haben.

Es wäre aber auch möglich, dass es sich bei dem kalten Fleck um eine Struktur zwischen dem kosmischen Mikrowellenhinter- grund und der Erde handelt, was ebenfalls sehr rätselhaft wäre. Denn dann wäre diese Leere ein Anzeichen dafür, dass die Masseverteilung im Universum sehr widersprüchlich zu unseren Berechnungen verläuft. Im Grunde ist dieser kalte Fleck so oder so eine Leere in unserem Universum, die unseren Wissenschaftlern ein Rätsel bleibt.

Quellen: Fernando Calvo für terra-mystica.jimdo.com vom 23.04.2015

 

Print Friendly, PDF & Email

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Geben Sie ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier ihren Namen ein