Udo Ulfkotte

Auch die politisch eher linke taz-Chefin Ines Pohl reiht sich jetzt in die Riege jener ein, welche der Tagesschau Propaganda und Desinformation vorwerfen.

Neues "Tagesschau"-Studio

Es ist bekannt, dass die Tagesschau in Zusammenhang mit den jüngsten Pariser Massendemonstrationen wie fast alle anderen deutschen Medien Desinformation verbreitet hat. Sie hielt den Gebührenzahlern vor, dass die Bilder von angeblich 50 Staatschefs, welche mit Millionen Franzosen gegen den Terror auf die Straßen gingen, ein Potemkinsches Dorf waren. Man suggerierte den Zuschauern durch die gezeigten Aufnahmen, dass Politiker und Demonstranten gemeinsam marschiert seien.

Die Staatschefs posierten aber nur kurz in einer Nebengasse für die Fotografen. Und das Volk war ausgeschlossen. Die Tagesschau aber stellte es ganz anders dar. Und dazu sagte nun die taz-Chefin Ines Pohl:

Leider belegt der Umgang mit den Bildern des Pariser Marsches  der Mächtigen, dass das Wort »Lügenpresse« nicht nur ein Hirngespinst der PEGIDA-Anhänger ist, sondern dass die Wirkung der Bilder – übrigens auch für deutsche Medienmacher – manchmal wichtiger ist als die Dokumentation der Realität.

Kai Gniffke ist der Chefredakteur von ARD-aktuell, der Tagesschau und der Tagesthemen. Und er hat sich in seinem Blog zu den Vorwürfen in der taz geäußert. Der von unseren Zwangsgebühren lebende Gniffke sagt zu dem zitierten Satz von Ines Pohl:

Welch ein schlimmer Satz. Ich wehre mich dagegen, über jedes Stöckchen zu springen, das uns Verschwörungstheoretiker hinhalten.

Was will er uns damit sagen? Er will uns Bürgern sagen, dass er trotz Massendemonstrationen gegen die »Lügenpresse« weitermachen wird und nichts verstanden hat. Und er lehnt den Begriff der »Lügenpresse« ebenso ab wie auch jene selbsternannten Bürger einer »Sprachkritischen Aktionsgruppe«, welche (ohne jegliche Legitimation) gerade für sich entschieden haben, »Lügenpresse« sei nun das Unwort des Jahres. In ihrer Pressemitteilung zum »Unwort des Jahres« heißt es:

Das Wort »Lügenpresse« (…) diente auch den Nationalsozialisten zur pauschalen Diffamierung unabhängiger Medien. Gerade die Tatsache, dass diese sprachgeschichtliche Aufladung des Ausdrucks einem Großteil derjenigen, die ihn seit dem letzten Jahr als »besorgte Bürger« skandieren und auf Transparenten tragen, nicht bewusst sein dürfte, macht ihn zu einem besonders perfiden Mittel derjenigen, die ihn gezielt einsetzen.

Und diesen Schwachsinn drucken unsere »Qualitätsmedien« unkritisch nach. Die Wahrheit aber lautet:

 

Das Wort »Lügenpresse« ist keineswegs eine Erfindung von Nationalsozialisten oder nationalistischen Gruppen. Es wurde zur NS-Zeit genauso von Linken gegen Hitler benutzt, beispielsweise auf Flugblättern von Widerstandsgruppen gegen das NS-Regime, wo Goebbels »Meister der Lügenpresse« genannt wurde. Und die linke deutsche Tageszeitung Junge Welt wirbt heute für sich mit den Worten: »Sie lügen wie gedruckt – wir drucken, wie sie lügen«.

 

Wer »Lügenpresse« vor diesem Hintergrund zum »Unwort des Jahres« macht und sich gegen die Verwendung des Begriffs ausspricht, weil dieser angeblich zur NS-Zeit gehöre, der betreibt Agitation, Desinformation und Propaganda. Und wer diesen Schwachsinn als Journalist verbreitet, der gehört zur Gruppe der »gekauften Journalisten«, weil er damit eine kaum noch zu überbietende Einseitigkeit an den Tag legt.

In meinem Sachbuch Gekaufte Journalisten habe ich ausführlich dargelegt, dass unsere »Leitmedien« klassische Propagandatechniken benutzen. Und das darf man jetzt auch getrost Kai Gniffke, dem Chefredakteur von ARD-aktuell, der Tagesschau und der Tagesthemen vorwerfen.

Quelle: Kopp Online

 

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