Jan von Flocken im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Wir beschäftigen uns mit dem Deutschen Kaiser Wilhelm II., weil er an der Spitze einer Liste von „Kriegsverbrechern” stand, welche an die Sieger des 1. Weltkrieges gemäß den Bestimmungen des Versailler Diktats auszuliefern seien (Art. 227).

In der Nachkriegsgeschichtsschreibung in der BRD und hier insbesondere durch das Pamphlet von Fritz Fischer „Griff nach der Weltmacht” galt und gilt bei den BRD-Hofhistorikern und völlig faktenresistent die Propaganda der Siegermächte mit den Inhalten des Versailler Diktats nachbetend das Kaiserreich und Wilhelm II. als der Hauptschuldige am Ausbruch des 1. Weltkrieges. Fischer versteigt sich darüber hinaus zu der These, daß Wilhelm II. von langer Hand einen militärischen Griff nach der Weltmacht vorbereitet hat und gezielt auf den Ausbruch eines Krieges zusteuerte.

Jüngst hat der Australier Christopher Clark mit seinem „Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog” die Alleinkriegsschuld ebenso wie die kriegstreiberische Rolle des Deutschen Kaisers in den Bereich der Propaganda verwiesen, die durch keinerlei Faktenbefunde gedeckt sind.

Jan von Flocken hat sich als kritischer Historiker seit Jahren mit den Fakten um Wilhelm II. befaßt und kommt ebenfalls zu einer komplett anderen Sicht des Deutschen Kaisers.

 

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