Prof. Dr. Gerald Hüther im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Gerald Hüther, Vorstand der Akademie für Potentialentfaltung, ist Neurobiologe und Lernforscher und Sachbuchautor. In diesem Gespräch geht um das Gehirn und wie dort Entscheidungen getroffen werden. Prof. Dr. Gerald Hüther erklärt, daß es übergeordnete Entscheidungen gibt, die alle anderen Entscheidungsprozesse lenken. Der Neurobiologe und Lernforscher postuliert, daß die im Titel gestellte Frage, die in Bezug auf die eigene Lebensgestaltung übergeordnetste Frage an sich selbst ist, die es überhaupt gibt. Niemand kann sich dieser Frage durch eine Nichtentscheidung entziehen, ohne die Freude am eigenen Dasein zu verlieren. Es kann sich aber interessanterweise auch niemand dafür entscheiden als „Haßprediger“ zu leben, ohne dabei engstirnig und herzlos zu werden.

In dem Gespräch wird gezeigt, daß unsere Vorstellung von “Entscheidungsfreiheit” eine Illusion ist, die nur dort gilt, wo unsere Entscheidungen keine tiefreichenden Folgen haben. Wenn es nicht drauf ankommt können wir uns frei entscheiden. Wenn es ernst wird, es uns existentiell betrifft, können wir uns nur noch für eines entscheiden: für das, was uns das Leben wertvoll macht. Als Fazit dieses Gesprächs stellt sich heraus, daß sich niemand für etwas anders entscheiden kann, als Friedensstifter zu sein, wenn er nicht seine Lebensfreude, seinen Verstand oder sein Herz verlieren will.

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