Berliner Professor für Mikrobiologie blickt durch sein Mikroskop und schreibt:

1.000fache Vergrößerung:

Alle Spermien jagen einer Eizelle hinterher, nur eine nicht.

10.000fache Vergrößerung:

Da sitzt doch tatsächlich ein trotziges Spermium im Schneidersitz mit einem roten Schal um den Hals gewickelt und hält ein Schild hoch.

100.000fache Vergrößerung:

Die Botschaft lautet : „Ich will die Bedingungslose Eizelle!“, darunter unlesbares Kleingedrucktes.

1.000.000fache Vergrößerung:

Das Kleingedruckte im Detail :

„Trotz Vereinigungsbereitschaft gibt es nicht genug Eizellen für alle“

„Der Vereinigungszwang widerspricht dem selbstbestimmten würdevollen Leben einer Spermazelle“

„Ohne Eizelle ist die Spermazelle nicht überlebensfähig“

„Die Eizellenverwaltung muß auch mal ein Ei für alle Spermien springen lassen“

Das abtrünnige Spermium ist dem von der Eizellenverwaltung geforderten Vereinigungszwang weder per freiwilliger Vereinigungsvereinbarung noch per Vereinigungsverwaltungsakt nachgekommen und lebt seit fast 2,5 Jahren von den Gaben der T4-Helferzellen. Nachdem auch diese erschöpft waren, hat es politisches Asyl für eine begrenzte Zeit in einer Samenbank gefunden.

Da die anderen Spermien sich untereinander als Konkurrenten sehen und praktisch nichts weiter darstellen, als eine Hülle für ihre negativen und egoistischen Gene, wird der Ruf nach der Bedingungslosen Eizelle noch lange aus dem Mikrokosmos nachhallen, wenn die Sonne des  Makrokosmos schon längst erloschen ist.

Es sei denn es schliessen sich andere unzufriedene Spermien an, wo auch immer die sein mögen.

Quelle: Aufgewachter

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