Forderungsmanager untersucht Finanzlage, Schuldenneigung und Kreditabsichten in aktueller Studie

Berlin (ots) – Deutschland ist unter den Top-5 der reichsten Länder der Welt. Dennoch hat mehr als jeder 10. Deutsche (11 %) zu wenig Geld: Trotz sinkender Arbeitslosigkeit und guter Konjunktur hätten sie nicht genug, um ihre Grundbedürfnisse zu decken, klagen die Teilnehmer an der aktuellen Schuldenwelten-Studie des europaweit agierenden Forderungsmanagers KRUK. Nur jeder sechste (16 %) hierzulande kann sich alle Wünsche erfüllen und noch etwas Geld beiseitelegen. Lediglich jeder dritte Deutsche (27 %) hat nach eigenen Angaben keine Probleme, auch unerwartete Ausgaben zu decken.

Fast die Hälfte aller Deutschen (46 %) bewertet ihre materielle Lage eher durchschnittlich – das Geld reicht zwar für die laufenden Kosten, aber bei größeren Ausgaben gibt es ein Problem. Entsprechend geben fast ebenso viele Deutsche (43 %) in der Befragung an, in der Vergangenheit ihre Rechnungen schon einmal verspätet bezahlt zu haben. Nicht weniger als 29 % aller Befragten sind gegenwärtig mit ihren Zahlungen in Verzug. Meist betrifft dies die Tilgung von Verbraucherkrediten. Aber auch beim Versorger, etwa für die Strom- oder Gasrechnung (14 %), bei Familie und Freunden (11%) oder beim Anbieter für Internet (9 %) und Mobilfunk (8 %) stehen die Deutschen in der Kreide. „Fehlende Rechnungstreue betrifft also nicht nur Kreditinstitute, sondern diverse Branchen und kann auch persönliche Beziehungen belasten“, so Dr. Michael Schäfer, Geschäftsführer beim Forderungsmanager KRUK Deutschland.

Wofür Deutsche Kredite aufnehmen: Autos kaufen, Schulden ablösen

Jeder fünfte Deutsche (20%) hat in den letzten drei Jahren einen Kredit aufgenommen. 38 % der Befragten zahlt derzeit einen Kredit oder ein Darlehen zurück. Jeder zehnte Deutsche (10 %) hat vor, im nächsten Jahr ein Darlehen aufzunehmen. Solche Absichten hegen vor allem Verbraucher, die bereits verschuldet sind (15%). „Wer aber meint, die Deutschen leben auf Pump und nutzen Kredite für Ihren Urlaub oder den Konsum zu bevorstehenden Festtagen, der irrt. Die Befragten unserer Studie haben sehr konkrete Ziele“, erklärt Schäfer. So beabsichtigen die Studien-Teilnehmer meist, mit dem Kredit ein Auto zu kaufen (37 %). Ein Viertel (25 %) der Deutschen plant, das Geld in den Kauf einer Wohnung zu stecken oder zu bauen. „Bemerkenswert ist hier, dass auch bei den Befragten, die bereits Zahlungsschwierigkeiten haben, 33 % einen Autokauf anstreben. Und ebenso viele planen, mit dem Kredit andere Schulden zu bezahlen. Das ist alarmierend, denn dies ist der schnellste Weg, um dauerhaft in eine Verschuldungsspirale zu geraten“, so Schäfer. „Aufklärung tut not! Sonst tappen die Betroffenen hier schnell in eine tiefe Schuldenfalle.“

Zur Umfrage

Die Daten zur Schuldenwelten-Studie 2016 wurden von der Marktforschungsagentur MillwardBrown erhoben. An der Online-Umfrage vom 19. bis 26. Oktober 2016 nahmen 1.000 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren teil. Die Ergebnisse wurden nach Alter, Geschlecht und Wohnregion gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.

 

Pressekontakt:

Miriam Wolschon
redRobin. Strategic Public Relations GmbH. Virchowstraße 65b. In der
alten Fassfabrik. 22767 Hamburg. Deutschland. Tel.: +49 40 692123-27.
E-Mail: wolschon@red-robin.de

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