3. Mai 2015

Die Volldemokraten haben schon mal mit den Feiern zum 70jährigen Kriegsende angefangen. Natürlich wird der Tag der Niederlage als “Befreiung” tituliert, und ja, wir sind befreit worden: Von Recht und Würde, von Tradition und Kultur, von Ordnung, Vermögen und zahlreichen Patenten. Die “dunkelste Phase der deutschen Geschichte” hatte an diesem Tag, dem 8. Mai 1945, noch lange nicht ihr Ende gefunden. Nach der systematischen Zerstörung deutscher Städte und Ermordung deutscher Zivilisten haben die Besatzer damit begonnen, das eroberte Gebiet auszuplündern. Deutsche Soldaten wurden in Kriegsgefangenschaft “vorindustriell” vernichtet, durch gezieltes Verhungern-Lassen. Deutsche wurden zu Millionen aus ihrer Heimat vertrieben, mit kaum mehr als heute ein Asylbetrüger auf dem Leibe trägt. Deutsche wurden pauschal schuldig gesprochen, allesamt unter Generalverdacht gestellt. Bei der “Entnazifizierung” mußte in Umkehrung weltweit gültigen Rechts nicht dem Einzelnen die Schuld, sondern von diesem seine Unschuld nachgewiesen werden. Nicht nur den Sowjet-Truppen wurde eingeschärft, daß sie nicht als Befreier, sondern als Sieger und Besatzer ins Reich eingefallen sind.

Die Propaganda der Sieger füllt heute unsere Geschichtsbücher, wer dagegen aufbegehrt und die historische Wahrheit suchen will, wird von jenem Regime, das letztlich die Besatzer eingesetzt haben, als “Volksverhetzer” verfolgt. Deutschland war seit dem 8. Mai 1945 keinen einzigen Tag souverän, das hat sogar ein Wolfgang Schäuble zugegeben. Was also sollen wir feiern? Bis 1989 sind wir Deutsche wie Kampfhunde in Käfigen gehalten worden, um im Fall eines neuen Weltkriegs als erste aufeinander loszugehen. Seitdem dürfen wir mit an der blutverschmutzten Wäsche der USA waschen, die Bundeswehr ist heute großflächiger verteilt als es die Wehrmacht jemals gewesen ist. Ein paar Leute in Washington und Tel Aviv maßen sich an, über unser Schicksal zu entscheiden und den nächsten Weltkrieg vorzubereiten. Wahrlich, wir sind wirklich befreit worden, und die Völker, die uns ihre Hände zum tödlichen Würgegriff um den Hals gelegt haben, sind nicht bereit, auch nur ein bißchen loszulassen.

Der GAU aller Bundespräsidenten möchte besonders den sowjetischen Soldaten danken. Die Soldaten seien bis 1945 Befreier gewesen, findet der Ehebrecher in Schloß Bellevue. Die gnadenlose Soldateska, die aufgehetzt durch den Juden Ilja Ehrenburg mordbrennend und vergewaltigend blutbefleckt in Deutschland eingedrungen sind, die Konzentrationslager wie Auschwitz und Sachsenhausen unter neuer Leitung weiterbetrieben haben, die eine neue sozialistische Diktatur auf deutschem Boden errichtet haben, sind für einen Herrn Gauck also Befreier. Nun, wenn er meint… Da kann ich ihm doch nur wünschen, daß er eine solche Befreiung einmal am eigenen Leib erlebt, und daß er daneben steht, wenn seiner Mätresse zugerufen wird: “Frau, komm!”

Am Donnerstag (7. Mai) sind Parlamentswahlen in Großbritannien. Wie schön, daß jetzt bereits das Wort “Brexit” in die Runde gestreut wird. Zusammengesetzt aus Britannien und Exit steht es dafür, daß die Briten die EU verlassen. Oder zumindest ganz neue Extrawürste durchsetzen, damit sie bleiben. Wortschöpfung und Extrawürste kennen wir ja schon aus Griechenland; bei einem Grexit geht es zusätzlich darum, daß die Griechen, die sich in den Euro gemogelt haben, aus selbigem wieder hinausfliegen.

Was würden wir bei einem Brexit verlieren? Die Kriegstreiber und Querulanten von der Insel haben eher gestört als genutzt, und wenn deren Wirtschaft vor die Hunde geht, soll das unser Schade nicht sein. Vermissen werde ich jedoch die Reden eines Nigel Farrage vor dem Europa-Parlament, der die dortigen Bonzen wortgewaltig abgekanzelt hat. AfD-Professor Lucke hat sich dort bisher noch nicht einmal den Ruf eines zahnlosen Bettvorlegers erworben. Immerhin, die Briten sind Netto-Zahler, trotz aller Briten-Rabatte. Das macht aber nichts, Merkel zahlt gerne ein paar Milliarden zusätzlich, wenn Brüssel das möchte. Das beste am Brexit wäre jedoch, daß die Briten allen anderen Interessenten zeigen, daß es einen Ausgang gibt. Das dürfte die Brüsseler Allmachts-Phantasien ein wenig dämpfen.

Quelle: Michael Winkler

 

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