27. Januar 2015 – 1 US-Dollar = 1,734 Deutsche Mark – Gold: 2.219,76 DM – Rohöl: 79,36 DM

1 Dollar 1913 = 61,92 heutige Dollar – 1 Goldmark 1913 = 13,06 Euro

Am 27. Januar 1859 wurde der bisher letzte deutsche Kaiser, Wilhelm II., geboren. Er diente dem Deutschen Reich vom 15. Juni 1888 bis zum 9. November 1918 als Staatsoberhaupt und starb am 4. Juni 1941 im Exil in den Niederlanden. Sein Großvater, Wilhelm I., gründete das Deutsche Reich und bereitete den Boden für dessen Entwicklung. Sein Vater, Friedrich III., amtierte nur 99 Tage, bevor er an Kehlkopfkrebs verstarb. Die 30 Jahre seiner Herrschaft prägen unsere Ansicht des Wilhelminischen Zeitalters. Das Deutsche Reich war damals der modernste und stabilste Staat der Erde, der ohne größere Wirtschaftskrisen eine ständig wachsende Bevölkerung in Lohn und Brot brachte. Deutschland wurde in dieser Zeit führend in Wissenschaft und Technik. Es bedurfte der Anstrengung der ganzen Welt, um dieses Reich zeitweise davon abzuhalten, die führende Rolle auf diesem Planeten einzunehmen. Der Krieg gegen das Reich ruinierte das Britische Empire, vernichtete das Russische Zarenreich und beendete die Weltmachtsträume Frankreichs. Einzig und allein die USA profitierten vom Ausbluten Europas.

Die Leistungen des Deutschen Reiches und seines Kaisers werden heutzutage entweder totgeschwiegen oder verzerrt dargestellt. Der Kaiser habe einen Uniformfimmel gehabt, sich sechsmal am Tag umgezogen, berichtet man uns. Daß es im Deutschen Reich praktisch keine Analphabeten gegeben hatte (weniger als ein Prozent), verschweigt man der bildungsfernen BRD lieber. Deutsche Historiker verbreiten immer noch die Lüge der Siegermächte, daß Deutschland die Alleinschuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs trage, dabei war es das Reich, das bis zuletzt um den Frieden gerungen hat. Und es war Deutschland, das sich während des Krieges ständig um Frieden bemüht hat, um einen Verständigungsfrieden nach europäischer Tradition. Bekommen hat es schließlich einen Rachefrieden nach alttestamentarischem Vorbild. Alle qualitätsfreien Propagandamedien überschwemmen uns mit eingefärbten Informationen der zwölfjährigen Hitlerzeit. Das hat immerhin den Vorzug, daß die Geschichtsverfälscher die Finger von der bedeutenderen 30jährigen Zeit Wilhelms II. lassen.

In Griechenland hat die Partei Syriza knapp die absolute Mehrheit verpaßt. Mit 149 Sitzen benötigt sie einen Koalitionspartner, und sie hat diesen auf der rechten Seite gefunden. Der Juniorpartner bringt 13 Sitze ein, womit sich eine stabile Regierung ergibt. Für die Wahl des Staatspräsidenten muß sich diese Regierung noch weitere Partner suchen. Anders als in unserer Bananenrepublik, wo sich die Volldemokraten erst einmal auf ihren Lorbeeren ausruhen können, schreibt die griechische Verfassung dem Wahlsieger vor, binnen dreier Tage eine Regierung zu bilden. Merkelhaften Verhältnissen mit einem Taktieren über drei Monate hinweg, wie wir es nach der letzten Bundestagswahl erlebt haben, wird so wirksam vorgebeugt. Alexis Tsipras hat bereits am Tag nach der Wahl den Amtseid abgelegt – was Merkel einmal mehr als stinkfaule Zauderamsel bloßstellt.

Die Vertreter der Troika haben bereits verkündet, daß sie einen griechischen Sonderweg nicht akzeptieren wollen. Sie schließen einen weiteren Schuldenschnitt aus. Wir dürfen also davon ausgehen, daß genau das passieren wird. Europäische Politiker sind es nicht gewohnt, daß jemand zäh die Interessen des eigenen Landes und des eigenen Volkes durchsetzt. Das haben zuletzt die Engländer unter Thatcher und die Franzosen unter Mitterand getan, seither herrscht eine gewisse Nachgiebigkeit. Bei der BRD sogar bis zum Exzeß der Selbstaufgabe, wir dürfen also erwarten, daß Merke großzügig mit deutschem Steuergeld umgehen und Schäubles Schwarze Null ignorieren wird.

Wie es aussieht, hat der Islamische Staat die Schlacht um Kobane vorerst verloren. Nachdem genügend unerfahrene Freiwillige dort verheizt worden sind, mußten sich die korantreuen Muslime zurückziehen. Die gelegentlichen Bombenabwürfe der Amerikaner haben dazu beigetragen, entscheidend dürften die Peschmerga gewesen sein, sowie kurdische Freiwillige, die ihre Heimat verteidigt haben. Aber keine Sorge, Gott ist groß, und Allah gefallen angehäufte Leichenberge mindestens so sehr wie Jahwe. Daß es diesmal die eigenen Anhänger sind, ist nicht so wichtig.

Quelle: Michael Winkler

 

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