26. April 2015

Das sind nicht mehr die Volkswagen-Werke die einen Ferdinand Piëch verdient haben. Also bloß, weil der Ferdi nach acht Jahren leichte Zweifel geäußert hat, ob Martin Winterkorn wirklich noch der Beste für seinen Job sei, hat der restliche Aufsichtsrat dem Milliardär die Gefolgschaft verweigert. Dabei hat der nur sein Gewohnheitsrecht ausüben wollen. Mit Pischetsrieder und Wedeking hat er schon ganz andere Vorstandsvorsitzende vergrault. Aber dieses Mal… Offenbar sind die übrigen Aufsichtsräte altersmilde geworden und können mit dem jugendlichen Schwung des 78jährigen nicht mehr mithalten. Deshalb hat Ferdinand Piëch nun den Bettel hingeworfen und sich selbst und seine Ehefrau aus dem Aufsichtsrat zurückgezogen.

Die Türkei ist auf den GAU aller Bundespräsidenten sauer und hat angekündigt, ihm nie zu verzeihen. Die Rechtslage ist schließlich eindeutig: Da der Begriff des Völkermordes erst 1953 eingeführt worden ist, kann jeder Völkermord davor keiner gewesen sein. Was die Engländer mit den Buren, die Türken mit den Armeniern, die (oft genug jüdischen) Bolschwiken mit den Russen und Ukrainern, die Italiener in Abessinien, die Deutschen während der gesamten Weltgeschichte und die Amerikaner in Europa und Japan angestellt haben, ist demnach kein Völkermord. Das sind nun mal die Fakten, also können die Armenier gerne von Massenmord sprechen, aber eben nicht von Völkermord. Womit ich den GAU aller Bundespräsidenten natürlich nicht daran hindern möchte, sich schuldig zu fühlen und diese Schuld stellvertretend für ganz Deutschland in einem armenischen Gefängnis abzusitzen. Dafür sind die Volksvertreter schließlich gewählt, um stellvertretend für das Volk bestraft zu werden.

Der Islamische Staat hat im Irak eine Militärbasis eingenommen und dabei 185 Regierungssoldaten gefangen genommen. Neben mehreren Offizieren sogar einen Divisions- und einen Brigade-General. Gemäß den Gepflogenheiten der korantreuen Muslime wurde den Gefangenen die Größe Allahs vorgeführt und sie allesamt hingerichtet. Allah weiß schließlich, wer schuld ist und wer nicht, folglich sollte sich die irdische Gerichtsbarkeit damit erst gar nicht befassen.

Ich habe mich inzwischen ein bißchen sachkundig gemacht: Das G36 ist eigentlich gar nicht so schlecht, abgesehen von seinem zu kleinen Kaliber. Schlecht ist nur die Bundeswehr-Version, mit dünnem Lauf und allgegenwärtigem hitzeempfindlichen Kunststoff. Das Bundesamt für Wehrtechnik und Bestechung hat erfolgreich den Preis gedrückt und damit an der falschen Stelle gespart. Da die Beamten das aber nicht aus eigener Initiative tun, muß das mittelmäßige Mittelmaß, das bei uns in Parlamenten und Ausschüssen sitzt, dies vorgegeben haben. Als diese Herrschaften der Kohl-Regierung das vor 20 Jahren entschieden haben, war die Bundeswehr eine Friedenstruppe gewesen, von der niemand mehr einen Einsatz erwartet hatte. Nach ihnen sind die Kriegstreiber Schröder und Fischer an die Macht gelangt, SPD und Grüninnen haben die Bundeswehr umgehend in den ersten Kriegseinsatz geschickt und auch in der Folgezeit immer wieder Auslandseinsätze beschlossen. Es sind ja nicht ihre Söhne gewesen, die im Zinksarg aus Afghanistan heimgekehrt sind. Im zehnten Jahr unter Merkel haben die Mittelmäßigen jetzt erkannt, daß sich etwas ändern sollte. Vielleicht hat das eine oder andere Museum ja noch einen größeren Posten preußischer Zündnadelgewehre eingelagert. Die sind zwar nicht mehr das Neuesten vom Neuen, aber damit haben deutsche Truppen ihre Kriege gewonnen.

PS. Ehe jemand fragt, ob nicht massenhaft G3 eingelagert worden sind – ja, die gibt es. Und Munition dafür ist ebenfalls vorhanden. Aber die dürfen die Demokraten nicht antasten, die sind für die kaiserlichen Truppen reserviert, wenn dieser Spuk des Mittelmaßes vorbei sein wird.

Quelle: Michael Winkler

 

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