12. Januar 2015

Ich empfinde es als blanken Hohn, wenn ausgerechnet Angela Merkel, die Vorsteherin von Europas größtem Gesinnungsgefängnis, in Paris in vorderster Reihe mitläuft, um für Freiheit, Demokratie und das Recht auf freie Meinungsäußerung einzutreten. In Deutschland wird ständig von “Integration” gesprochen, allerdings gilt diese nur für fremde Invasoren, die dieses Land nach ihrem Gutdünken verändern wollen. Deutsche, die so leben wollen, wie es deutsche Art seit langer Zeit gewesen ist, Deutsche, die sich nicht gefallen lassen wollen, daß ihre Eltern und Großeltern pauschal zu Verbrechern erklärt werden, und Deutsche, die nicht bereit sind, sich für Geschehnisse zu verantworten, die lange vor ihrer Geburt passiert sind, werden in diesem Land ausgegrenzt, beschimpft, diskriminiert und benachteiligt.

 

Horst Seehofer, das Leitfossil jener Partei, welche den Anschlag in Paris instrumentalisieren wollte, um die Bürgerrechte in Deutschland durch noch mehr Überwachung einzuschränken, hat die Bürger aufgefordert, die PEGIDA-Demonstrationen abzusagen. Warum sich der Mann, der noch nicht einmal als Westentaschen-Franz-Josef empfunden wird, plötzlich einbildet, er sei eine moralische Instanz oder zumindest ein glaubhafter Oberlehrer, läßt sich nicht nachvollziehen. Schreiben wir es also seinem fortgeschrittenen Alter zu.

Ich habe bei den Solidaritätskundgebungen für die Attentatsopfer die Muslime vermißt. Sicher, es gab ein paar Alibi-Redner, die ein paar wohlgesetzte Worte in die Mikrophone gesprochen haben, aber keine Trauergebete in allen Moscheen. Es hat nirgendwo eine islamische Autorität verkündet, daß die Aufrufe zu Mord und Totschlag im Koran obsolet sind, daß der “heilige Krieg” für immer beendet sei. Zu mehr als der Schutzbehauptung, daß Terror “unislamisch” sei, hat es bei diesen Herrschaften leider nicht gereicht.

Kardinal Marx, dessen katholische Kirche früher nichts mit dem Islam zu tun hatte, hat im Fernsehen die Weisheit verkündet, daß Zuwanderung nicht identisch mit Terrorismus sei. Außerdem hat er dazu aufgefordert, sich mit dem Islam zu befassen, mit dessen Lehren, dessen Kultur und dessen Philosophie. Ja, das ist eine gute Idee. Das mit der Kultur liegt schon tausend Jahre zurück, damals, in Bagdad, unter den Kalifen der Abbasiden-Dynastie. Mord und Totschlag hingegen gab es davor und danach. Gegen das Wüten der islamischen Horden in Indien war Dschingis Khan ein sanftmütiger Chorknabe. Das Massaker bei der Eroberung Konstantinopels durch die Türken war blutiger als das Massaker der Kreuzritter bei der Eroberung Jerusalems. Sieht man vom jüdischen Terror in Palästina ab, hat es seit dem Zweiten Weltkrieg vor allem islamischen Terror gegeben. Während es bei uns mittlerweile selbstverständlich ist, wenn Türken eine Moschee nach der anderen bauen, wurde in allen Zeitungen berichtet, daß die Türkei jetzt erlaubt hat, eine einzige christliche Kirche neu zu bauen. Vielleicht sollte jemand dem Kardinal Marx sagen, daß das Mittelalter vorbei ist. Vielleicht nicht die Zuwanderer, aber relativ viele Deutsche können lesen und schreiben. Und die Informationen über den Islam sind nicht mehr in Klosterbibliotheken unter sicherem Verschluß, sondern jedem Interessierten frei zugänglich.

Quelle: Michael Winkler

 

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